Kein weiterer Schadensersatz bei Corona bedingten Absagen

Bei Messen, die aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurden, muss der Veranstalter den Ausstellenden keine etwaig angefallenen Unkosten (bspw. Hotel, PR-Maßnahmen etc.) zurückzahlen. Es besteht damit kein Anspruch auf Schadensersatz bezüglich jener bereits im Vorhinein getätigten Ausgaben. Dies entschied das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main, nachdem ein Aussteller Schadensersatz in Höhe von 75.000 Euro vom Veranstalter der im März 2020 geplanten „Light + Building 2020“-Messe verlangte. Der Veranstalter hatte die Messe Ende Februar ohne behördliche Anordnung verschoben und musste sie Mitte Mai endgültig absagen. Die bis dato gezahlten Standgebühren erstattete er zurück. Dem klagenden Aussteller war das jedoch nicht genug. Seiner Meinung nach habe es für die erste Verschiebung keinen triftigen Grund gegeben. Dies sah das OLG hingegen anders. Aufgrund der unvorhersehbaren Entwicklungen des Virus sowie dem dynamischen wandelnden Infektionsgeschehen, habe der Veranstalter das Recht gehabt, die Messe zu verschieben. Er müsse demnach nicht für die bereits gezahlten Unkosten aufkommen

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Am 24. Oktober 2022 entschied das Verwaltungsgericht Berlin, dass die Gesundheitsämter die Grundstückseigentümer zum Bekämpfen von Rattenplagen verpflichten können – selbst wenn die Eigentümer das En

Dass der Onlinehändler Amazon durch das Versprechen von Gutscheinen oder Geld Kunden anlockt, um eine Bewertung für das gekaufte Produkt abzugeben, scheint mittlerweile ein recht bekanntes Vorgehen zu

In einem Streit zwischen einem Winzer und der Stadt Cochem fällte das Landgericht Koblenz ein Urteil, das am Freitag, dem 6. Mai 2022, veröffentlicht wurde. Hierbei ging es um einen klagenden Winzer,