Die Gefahr der Energy Drinks

Sie behaupten, Flügel zu verleihen oder einfach die Müdigkeit zu verjagen, was sie aber im Gegenteil bewirken sind nicht selten Schlaflosigkeit, Nervosität und Abhängigkeit: Energy Drinks. Die Getränke aus Zucker, Wasser, Zusatzstoffen und einem hohen Anteil an Koffein stehen immer wieder in der Kritik. Gerade der Konsum bei Minderjährigen ist äußerst fraglich. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Forderungen nach einer Altersgrenze stetig lauter werden. Vor allem da die koffeinhaltigen Drinks grundsätzlich jedem zugänglich sind, der analkoholische Getränke erwerben darf. Mit einer beschränkten Geschäftsfähigkeit ab 7 Jahren heißt das in Deutschland, dass selbst Kinder sich eine solche Dose, deren Inhalt einer sehr starken Tasse Kaffee gleicht, kaufen können. Zwar gibt es eine Kennzeichnungspflicht bei einem Koffeinanteil über 150mg pro Liter, die Höchstgrenze liegt bei Energy Drinks jedoch bei 320mg. Auch machen sich einige Hersteller eine Gesetzeslücke zu nutzen, indem sie Energy Shots in kleineren Fläschchen verkaufen und diese als Nahrungsergänzungsmittel deklarieren. Dabei können auf 25 bis 90 ml bis zu 200mg Koffein treffen, was ein Koffeingehalt von 2000 bis 8000 mg pro Liter bedeuten würde.

Doch da es keine gesetzliche Abgabepflicht gibt, ist es den Händlern selbst überlassen, wem und ab welchem Alter sie ein solches Getränk verkaufen. So gibt es in Köln zum Beispiel eine REWE-Filiale, die schon am Eingang darauf hinweist, dass Red Bull und ähnliches erst ab 16 Jahren erstanden werden können. Solche Einschränkungen gehören bisher allerdings noch zur Ausnahme, obwohl sie in naher Zukunft schon zur Norm werden dürften.


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